Sanierung

Neue Fenster – ja oder nein?

Neue Fenster senken den Energieverbrauch und machen das Wohnen komfortabler. Doch wann sollte man die Fenster austauschen?

Hat das Fenster eine Wärmeschutzverglasung?

Wenn das Fenster vor 1995 eingebaut wurde, hat es in der Regel keine Wärmeschutzverglasung. Baujahr und Produktname stehen oft auf dem Distanzhalter zwischen den Scheiben. Aufschlussreich ist auch der Feuerzeug-Test, sagt Astrid Kloos. "Halten Sie vor dunklem Hintergrund eine Flamme vor das Fenster. Bei Wärmeschutzglas hat eines der Spiegelbilder der Flamme eine andere Farbe als die restlichen." Grund für diesen Effekt ist eine Metallbedampfung auf der inneren Scheibe. Sie reflektiert das Licht anders als unbeschichtetes Glas.

Ist der Fensterrahmen in Ordnung?

Er sollte nicht morsch, verwittert, verrostet, gerissen, verzogen oder anderweitig beschädigt sein.

Ist das Fenster dicht?

Um die Dichtheit zu testen, klemmt man einen Streifen Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel. Lässt sich das Papier bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster an dieser Stelle dicht genug. Wiederholen Sie den Test an mehreren Stellen.

Sind die Fenster nicht mehr in Ordnung, empfiehlt Astrid Kloos von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg eine unabhängige Energieberatung: "So kann sichergestellt werden, dass die Fenster zum Haus und eventuellen weiteren Sanierungsvorhaben passen". Bei ungedämmten Außenwänden sei es etwa ratsam, den Austausch der Fenster mit einer nachträglichen Fassadendämmung zu verbinden. Auch eine Beratung zu Förderprogrammen ist sinnvoll: Die KfW zum Beispiel fördert neue Fenster, die die gesetzlichen Wärmeschutzvorgaben übertreffen. Die Mittel müssen beantragt werden, bevor der Handwerker beauftragt wird. "Deshalb immer frühzeitig mit der Planung und der Prüfung der Konditionen beginnen", rät die Expertin.


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