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Nachhaltiges Dämmmaterial aus Pilzen

Pilze wachsen nicht nur sichtbar auf Oberflächen, sondern auch unterirdisch. Dieses Geflecht aus fadenförmigen Zellen eignet sich auch als Werkstoff.

Die Biodesignerin Julia Krayer vom Fraunhofer UMSICHT arbeitet in der Abteilung für Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement. Sie nutzt das unterirdisch wachsende Geflecht - das sogenannte Myzel - und entwickelt ein Verfahren, um daraus Werkstoffe weiter zu entwickeln. Julia Krayer sagt: „Das auf diese Weise entstehende Material hat sehr gute Dämmwerte und macht es somit zu einer Alternative zu Styropor“.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Das pilzbasierte Material ist aber nicht nur eine Alternative für Styropor. Presst man es zusätzlich, kann es einen ähnlichen Härtegrad wie Sperrholz erlangen und lässt sich somit auch zum Möbelbau verwenden. Aber auch weitere Produkte für die Innenarchitektur lassen sich aus dem Pilzmaterial herstellen und somit Kunststoffe ersetzen. Mit solchen auf Pilzmaterial basierten Produkten möchte die Biodesignerin auf den Markt gehen und eine kostengünstige und vor allem nachhaltige Alternative anbieten. Als Ausgangstoffe reichen Abfälle aus der Lebensmittelproduktion, Krayer meint dazu: „Somit müssen wir keine teuren Materialien einkaufen, und wir verzichten ebenfalls auf Holz, das erst Jahrzehntelang wachsen muss.“.

Über die Biodesignerin

Julia Krayer betreut dienstags zusätzlich das offene Biolab in der DEZENTRALE Dortmund. Gemeinsam mit anderen Interessierten wird dort geforscht, wie Bakterien, Pilze, Algen, etc. in neuen Formen, zum Beispiel die Weiterentwicklung zu biobasierten Materialien, nutzbar gemacht werden können.


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